hack.summit() - Die etwas andere Entwicklerkonferenz

hack.summit() - Die etwas andere Entwicklerkonferenz
Die Teilnahme an Fachkonferenzen erfordert oft viel Terminkoordination, Reiseaufwand und verursacht Kosten. Eine Alternative hierfür sind virtuelle Online-Konferenzen. Die in der ersten Dezemberwoche durchgeführte Konferenz hack.summit() hat gezeigt, dass solche Online-Events sehr positiv zu bewerten sind und zukünftig eine wichtige Rolle spielen können.

Wie in vielen anderen Bereichen bietet sich auch im Bereich Softwareentwicklung der Besuch von Fachkonferenzen an, um sich persönlich über aktuelle Trends zu informieren, neue Technologien zu erkunden und Kontakte zu knüpfen. Der Besuch solcher Konferenzen ist jedoch häufig mit viel Aufwand verbunden. Ein Konferenzbesuch muss in der Regel frühzeitig geplant werden, man muss auf Tickets aus einem begrenzten Budget hoffen und es müssen Flüge gebucht und Hotels reserviert werden. Die Veranstalter einer Konferenz müssen sich um ein interessantes Line-up kümmern und dabei Rücksicht auf die teils vollen Terminkalender potenzieller Vortragender nehmen. Insgesamt führt so eine Konferenz also auf beiden Seiten zu viel Organisations- und Koordinationsaufwand.

Wie Technologie-Konferenzen alternativ abgehalten werden können, hat der hack.summit() gezeigt, der in der ersten Dezemberwoche stattfand. Der hack.summit() war eine virtuelle Online-Konferenz zu Best Practices in der Softwareentwicklung, bei der die Talks per Livestream an einen größeren Empfängerkreis übertragen wurden. Hierzu haben die Organisatoren die Online-Plattform Crowdcast auf Basis von Google Hangouts / Youtube entwickelt, auf der die angesetzten Talks sowohl per Livestream als auch als Aufzeichnung angesehen werden konnten. Per Live-Chat und einem Fragensystem auf Voting-Basis konnten Teilnehmer mit den Vortragenden und anderen Teilnehmern interagieren. Neben diesen aus Webinar-Plattformen bekannten Funktionen bestand außerdem die Möglichkeit, kleinere Alternativ-Hangouts anzusetzen und andere Teilnehmer zur Diskussion einzuladen. Dank unkomplizierter Registrierung nach dem Pay-as-you-want-Prinzip, bei dem die eingenommenen Beiträge an gemeinnützige Organisationen aus dem Software-Engineering-Umfeld gespendet wurden, nahmen teilweise bis zu 10.000 Teilnehmer an den Hauptvorträgen teil.

An den vier Tagen, an denen die Konferenz stattfand, gab sich das Who-is-who der internationalen Entwicklerszene die Klinke in die Hand: Chad Fowler gab eine Einführung in Immutable Infrastructure, Hakon Wium Le erzählte, warum er CSS erfunden hat, Tom Chi gab Einblicke in die frühen Entwicklungsphasen von Google Glass, die Agil-Pioniere Kent Beck und Ward Cunningham unterhielten sich beim Fireside Chat, und Jon Skeet zeigte, welche simplen Probleme Entwickler zur Verzweiflung bringen können. Die jeweils einstündigen Talks endeten in der Regel mit einer Fragerunde, in der die wichtigsten Fragen der Community beantwortet wurden. Wir haben das Event am Mittwochabend zum Anlass genommen, ausgewählte Vorträge auf großer Leinwand zu verfolgen. Ab 18 Uhr trafen sich hierzu Interessierte im Zweitag Büro am Alten Fischmarkt, um die Vorträge zu verfolgen und in der Gruppe über die vorgestellten Themen zu diskutieren.

Gegenüber der Teilnahme an einer Präsenz-Konferenz bieten Online-Konferenzen einige Vorteile. So sparen sich die Teilnehmer den sonst nötigen Organisations- und Reise-Overhead. Dass auch die Präsentatoren per Livestream zugeschaltet werden, macht außerdem die Terminkoordination mit Vortragenden wesentlich einfacher, da sie von jedem beliebigen Ort der Welt teilnehmen können. Großer Nachteil dieser Veranstaltungsart ist aber der fehlende Networking-Charakter, den normale Konferenzen mit sich bringen. Eine After-Session-Party, bei der man sich mit anderen Teilnehmern austauschen kann, fehlt hier schlichtweg. Dass man nicht wie bei normalen Konferenzbesuchen aus seinem Arbeitsalltag gerissen wird, bietet also Vor- und Nachteile.

Alles in allem war der hack.summit() ein gelungenes Experiment. Wir sind gespannt, wie sich die zugrunde liegende Plattform Crowdcast etabliert und wie sich Konzept virtueller Online-Konferenzen weiterentwickelt. Vielen Dank an die Organisatoren, Präsentatoren und alle Teilnehmer, die am Mittwoch den Weg ins Zweitag HQ gefunden haben!

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