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Wir bei Zweitag

Home-Office - wie aus Flop ein Top wurde

3 Minuten Lesezeit
lissabon
  • Maren Wenker
    Maren Wenker

Technisch ist es einfach, ins Home-Office zu gehen. Welche Gewohnheiten ich aber ändern musste, lernte ich auf die harte Tour. Ein Erfahrungsbericht zur dauerhaften Remote-Arbeit während Corona-Zeiten - aus Lissabon, Portugal.

Nein, auf gar keinen Fall ist das was für mich. Könnte ich mir nie vorstellen, das mal zu machen.

Tja, genau das war meine Einstellung zum Thema Home-Office. Aber es kommt halt meist doch alles anders als man denkt und nun sitze ich im Home-Office in Lissabon. Hier mache ich für zwei Jahre meinen Master in Human Resources und arbeite weiterhin remote als Werkstudentin im Personal und Office Management für Zweitag. Ich musste aber erstmal in die ein oder andere Home-Office-Falle tappen, um zu lernen, wie es läuft. 

Wie eigentlich bei den meisten Büromenschen hieß es auch bei Zweitag ab März aufgrund von Corona: “Alle Mann und Frau ins Home-Office”. Technisch hat das alles einwandfrei geklappt, aber das war natürlich trotzdem eine große Umstellung. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass das mal mein ganz normaler Arbeitsalltag sein würde. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. 

Nachdem ich an ein paar Stellschrauben gedreht habe, habe ich das Home-Office mittlerweile zu schätzen gelernt. Vielleicht sind Sie ja grade in einer ähnlichen Situation und (vorerst) unfreiwillig im Home-Office gelandet. Daher habe ich Ihnen mal eine Liste mit meinen Top 3 Home-Office-Fails zusammengestellt, die Sie besser nicht machen sollten:

Fail #1: Im Schlafanzug arbeiten 😴

Überhaupt keine gute Idee. Zu Beginn dachte ich noch “Hey cool, da kann ich ja noch länger schlafen, ich muss mich noch nicht mal umziehen”. Aber dadurch ist auch mein Kopf im Schlafmodus geblieben und, obwohl ich gearbeitet habe, habe ich mich nicht richtig produktiv gefühlt. Nach zwei Wochen Arbeiten im Schlafanzug bin ich dann doch wieder auf Jeans umgestiegen. Dadurch habe ich mich direkt viel fitter gefühlt . Außerdem fühlte es sich auch mehr nach “richtiger Arbeit” an. Die Jogginghose ist seitdem den Online-Vorlesungen vorbehalten. ;) 

Fail #2: Keine ausreichenden Pausen ⏰

Nachdem ich dank meiner Jeans das Produktivitäts-Level wieder in die Höhe treiben konnte, bin ich in die nächste Falle getappt: Arbeiten ohne Pausen zu machen. Ich wollte so effektiv wie möglich meine Zeit nutzen und habe ganz vergessen, dass man im Office auch Pausen macht. Bei Zweitag verabreden wir uns mittlerweile auch für einen (Online-) Kaffee. Dieses Miteinander tut richtig gut und es ist eine Selbstverständlichkeit, das trotz der Distanz weiterzuführen. 

Aber was ich für mich festgestellt habe: ich muss mindestens einmal am Tag eine kurze Pause machen, die nichts mit der Arbeit zu tun hat. Für fünf Minuten Instagram checken, Paket bei der Post um die Ecke abholen etc. Die Arbeit im Home-Office fühlt sich intensiver an als im Büro, daher muss ich mich auch mal disconnecten, um mit voller Batterie weiterarbeiten zu können. Das ohne schlechtes Gewissen zu tun und ohne zu denken, dass ich Zeit verschwende, hat bei mir aber auch gedauert. 

Fail #3: Frische Luft? Nee, lass mal...😖

Meinen dritten Fehler begehe ich ehrlich gesagt ab und zu noch immer. Um genau zu sein, auch genau in diesem Moment: Ich vergesse zu lüften. Als ich noch mit Fahrrad zum Büro gekommen bin und ich Kolleg:innen hatte, die gelegentlich die Fenster aufreißen, hatte ich eine deutlich höhere Tagessauerstoffzufuhr. Dabei bewirkt frische Luft Wunder. Klingt banal, aber kurz die Nase aus dem Fenster halten oder sogar eine kleine Runde um den Block zu drehen, rettet mir die Laune, Kreativität und Produktivität.

In diesem Sinne: ich geh dann mal lüften und hoffe, dass Ihnen meine Erfahrungen dabei helfen, das Home-Office besser zu machen. 💪🏼

11/26/2020

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